Varieté

Das 15. Bamberger Zirkus-Varieté wird voraussichtlich im Februar 2025 stattfinden.

Wann:  Der genaue Zeitpunkt ist noch nicht bekannt.

Wo: Im beheizten Zirkuszelt im Teufelsgraben/Bamberg,
Don Bosco Jugendwerk.

Bitte beachten Sie:  Einlass besteht für Kinder erst ab 7 Jahren.

Parken: Keine Parkmöglichkeit vor dem Zelt.

Parkhaus City Altstadt, Geyerswörthstraße (ca. 10 min Fußweg).
Begrenzte Parkplätze im Ordinariat, Jakobsberg.

Karten: Karten sind  ab November 2024 (für die Veranstaltung 2025) beim bvd-Kartenservice erhältlich. Achtung, in den letzten Jahren waren diese bereits zu Weihnachten vergriffen. Sichern Sie sich diese daher möglichst früh!

https://www.bvd-ticket.de

Artikel aus dem Fränkischen Tag zur Aufführung „Reise zur Ewigkeit“ (2024):

von Bertram Wagner

Bamberger Zirkus-Varieté beschert Gänsehautmomente

Die 14. Bamberger Varieté-Produktion sorgt unter dem Titel „Reise zur Ewigkeit“ für Begeisterungsstürme. 61 Artisten zeigen enorme Kreativität und Spielfreude.

Wow! Auch Lichtjahre entfernt der Heimat kann man mit viel Spielfreude bei über 1200 Besuchern Begeisterungsstürme entfachen: Das neue Programm „Reise zur Ewigkeit“ vom
Bamberger Zirkus-Varieté im dreimal ausverkauften Zelt des Don Bosco Jugendwerks
glich einem sehr kreativen Spektakel mit insgesamt 26 Programmpunkten, bei denen atemberaubende Artistik an Seilen, Ketten oder Tüchern und Partnerakrobatik am Boden und ganz besonders am Flying Pole dominierten, aber auch Jonglage, Zauberei und viel
Einsätze mit Livemusik (Leitung: Florian Ball) nicht zu kurz kamen.
Im Raumschiff des Zirkus-Varieté e.V. befanden sich 61 Artisten – ein Rekordwert bei dieser 14. Produktion, deren Tickets im Express-Tempo vor Weihnachten geordert wurden, was angesichts der bekannten (Hoch-)Stimmung im Teufelsgraben auch nicht besonders verwundert.
Wie jedes Jahr geht der Gewinn dieser Benefiz-Veranstaltung an das Kinder- und Jugendzirkusprojekt „Zirkus Giovanni“. „Großartig, ich bin mehr als zufrieden. Keine Fehler auf dieser schwierigen Reise, und was für eine Spielfreude bei allen! Es war schon sehr mutig, wie wir die ruhigen den aufregenden Momenten  gegenübergestellt haben“, zeigte sich Gesamtleiter Jörg Treiber (alias Schorsch Bross) begeistert. Er erfreute sich zusammen mit Regina Jans – beide im gelben Astronauten-Anzug mit treffsicheren und schmunzelnden, dialektgefärbten Überleitungen und auch eine Popcorn- Clownerie spielend – über die UV Welt, die robuste Welt und die schöne Elben-Welt mit viel Harmonie und Ästhetik als außerirdische Event-Locations.
Ein eigener Handlungsstrahl zur Vergänglichkeit des Lebens bildete den „roten“ Faden. Natalie Horn, bei allen Varietés in den Lüften mittendrin statt nur dabei, hatte schon länger eine „Ketten“-Idee im Hinterkopf und setzte diese heuer mit Dominik Münch und Selina Schraml glänzend und auch etwas „schmerzhaft“ um. Für die Regie-Assistentin gab es kein bestimmtes Highlight: „Es ist das Zusammenwirken aller Künstler, wie alles stimmig gelaufen ist.“ Ins gleiche Horn stieß Pascal Thieme („phänomenal, es ist eine riesengroße Familie“), ebenfalls in der Co-Regie, der es erstmals zur Aufführung brachte, eine Glaskugel-Manipulation mit der Zauberei zu verbinden. Für ihn, der als 25-Jähriger bereits zum neunten Mal dabei ist, eine Zwei-Disziplinen- Premiere der besonderen Art, die den glanzvollen Abschluss der Veranstaltungen bildete. Auch die Kontaktjonglage mit Kilian Keuchel, der von Christian Gies mit der Handpan begleitet wurde, sorgte für Gänsehautminuten.
Für Volker Trautmann, als Leiter des Zirkus Giovanni in der Zuschauerrolle, ist dieses Varieté eine sehr große Bereicherung: „Ich genieße alles, ganz besonders war die LED-Performance.“ Er findet: „Eine echte Win-Win-Situation, zum einen sind einige Aktive bei uns Jugendtrainer, zum anderen schaffen einige Jugendliche wie diesmal Almuth Pristl und Lotte Eichenhüller an den Strapaten auch den Sprung zum Varieté.“
Es gab viel Neues in der Raumschiff-Manege: Neben der Kettenakrobatik eine Lichtschwertnummer als Eyecatcher und auch die etwas andere Akrobatik im Wrestling-Ring mit der „Champions Night“, wobei die „fränkischen Fregger“ ihre Kontrahenten mit höchster Intensität auf die Matte knallten. Die Reise in die Welt der Science-Fiction wurde aber auch bestimmt von den „Klassikern“ wie Diabolo-Künsten im Quartett („Space Cowboys“), der Einrad-Akrobatik und verschiedenen Dance-Formationen. Last but not least: Andrea Spenninger, die seit vielen Jahren mit ihrer Flying Pole-Nummer fasziniert, glänzte mit ihrer unbeschreiblichen Körperspannung und Beweglichkeit.
Nummernübergreifend war im besonderen Maße das begeisternde Miteinander in den gesamten zweieinhalb Stunden, die enorme Kreativität und die ungeheure Bandbreite der Mittwochs-Trainingsgruppe. Ein Rad greift ins andere, dazu gehören auch Kostümauswahl, Bühnenbild und Lichtdesign. Nur so kann ein derartiges Gesamtkunstwerk mit höchstem Genussfaktor entstehen, bei dem sich die vielen Amateure mit Professionals wie Jörg Treiber und Pascal Thieme, der sein Hobby Zaubern zum Beruf machen konnte, gut ergänzen.
Der Bamberger Zirkus-Varieté e.V. hat erstmals die Erde verlassen und dieses Thema, das schon seit Jahren bei der jährlichen Abstimmung immer vorne mit dabei war, mit der Trumpfkarte Akrobatik in einer Art und Weise umgesetzt, die die qualitative Messlatte schon in schwindelerregende Höhen gelegt hat. Dennoch freut sich die Gruppe schon jetzt auf die nächste Produktion, um mit großer Spielfreude und hohem artistischem Niveau zu begeistern.